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Bericht 21.08.09

  

Landesweit einziger Züchter der seltenen American Akita in Empfingen

 

Die beiden American Akitas Los Banditos (rechts) und Dakota haben die Ruhe weg. Petra und Thomas Schindler und ihre Kinder Anja und Mike sind von dieser Hunderasse begeistert. Foto: Hopp
Die beiden American Akitas Los Banditos (rechts) und Dakota haben die Ruhe weg. Petra und Thomas Schindler und ihre Kinder Anja und Mike sind von dieser Hunderasse begeistert. Foto: Hopp
 

 

Empfingen - Immer mit der Ruhe: Ein American Akita weiß, was dies bedeutet. Denn diese Hunderasse hat echt die Ruhe weg. In Empfingen züchten Petra und Thomas Schindler diese seltenen Tiere – und sind damit die Einzigen in ganz Baden-Württemberg.

Für Los Banditos ist es vor einigen Wochen die erste Deckung gewesen: »Dakota« hat ihm gezeigt, wie es geht«, meint Petra Schindler und schmunzelt. Immerhin hat die fünfjährige Hündin bereits Erfahrung im Vergleich zum dreijährigen Rüden Los Banditos, auch kurz »Bandit« gerufen. Einige Wochen haben die Schindlers gehofft. Nun steht fest: »Er hat mit Luft geschossen«, meint Thomas Schindler. Das heißt, Dakota ist nicht trächtig.

Es wäre der erste Wurf an kleinen American Akitas gewesen, der in Baden-Württemberg in Zucht zur Welt kommt, denn die Schindlers sind landesweit die einzigen offiziellen Züchter. Im Februar des nächsten Jahres soll der nächste Versuch gestartet werden. Ein halbes Jahr Pause schreibt der Verband vor.

1300 Euro Kaufpreis für einen Welpen

Dabei geht es dem Empfinger Paar nicht ums Geld. Denn, man kann keines damit verdienen, betont Thomas Schindler. Zumindest wenn man die Zucht ernsthaft betreibe und die koste Geld – nicht nur Verpflegung und Impfung. Weiter muss ein Gentest gemacht werden und jeder Hund wird gechippt. Klar, 1300 Euro Kaufpreis für einen Welpen klingen viel, vor allem wenn ein Wurf aus sechs bis acht kleinen Akitas besteht. Aber die Pflichten sind auch enorm. Von jedem Hund wird ab 2010 zudem vonseiten des Verbandes ein Wesenstest verlangt, wo festgestellt werden muss, dass der Hund nicht scharf aber auch kein Angsthund ist. Die Zucht sei mehr ein Hobby, so die Schindlers.

Die beiden legen Wert darauf, dass der Hund nicht an jeden vermittelt wird. »Er ist kein Weihnachtsgeschenk«, stellt Petra Schindler fest. Denn, ein Akita sei nicht leicht zu erziehen, er sei kein Anfängerhund: »Sie nehmen alles sehr schnell an, was man ihnen zeigt«, erwähnt sie. Mit Druck funktioniere Erziehung nicht. Man müsse mit Spaß und Motivation arbeiten. Der Hund denke aktiv mit, so Schindler, nach dem Motto: »Wie kann ich diese Situation für mich nutzen.« Das Beispiel Ballwurf belegt dieses. Ein- oder zweimal würden sie den Ball holen, so Petra Schindler. Dann werde ihnen dieses Spiel zu blöd.

Auf die American Akitas aufmerksam wurden die Schindlers, als sie vor einigen Jahren über die »Animal« in Stuttgart liefen. An einem Stand saß ein Tier dieser Rasse, »überaus anmutig und ruhig«. Jahre später kamen sie auf den Hund zurück. Informationen im Internet bestärkten die beiden, dass das der richtige Hund für die Familie sei. Zunächst folgte Bandit, später dann Dakota.

Die Schindlers sind mit den Hunden übrigens auch auf Ausstellungen in der weiteren Umgebung zu Gast. Bandit ist dabei sogar sehr erfolgreich. So belegte er schon mehrere erste Plätze und hat die Anwartschaft auf den Deutschen Champion.

»Er hat ein Gemüt wie ein Esel«

Besonders schätzen die beiden die vielen guten Eigenschaften des Hundes. »Er hat ein Gemüt wie ein Esel«, so Thomas Schindler. Der American Akita sei gerade richtig für sie. Nicht zu groß, nicht zu klein. Außerdem sabbern sie nicht. Kläffer seien sie keine. Sie würden nur sehr selten bellen und auch nur, wenn es notwendig sei. Es sei eine ausgewogene und familienfreundliche Rasse, die Ruhe ausstrahle. Auch als Therapiehund ist die Rasse geeignet. Als Familienmitglied beschütze ein Akita die selbige passiv mit seinem Körpergewicht (rund 50 Kilogramm), indem sie sich vor sie stellt.

Dass der Hund ursprünglich aus dem japanischen Raum stammt, das wird laut Thomas und Petra Schindler beim Spielen deutlich: »Wie ein Sumo«, beschreiben sie dessen Stil. Sprich: Schulter nach vorne und schieben. »Er ist halt Japaner, die artikulieren sich anders«, meint Petra Schindler abschließend.

Weitere Informationen:

www.schwarzwald-akitas.de

Hintergrund

Die Wurzeln des American Akita liegen in Japan. Der japanische Akita Inu und der American Akita, oder auch Great Japanese Dog, waren bis nach dem Zweiten Weltkrieg eine gemeinsame Rasse. Ab 1956 wurde ein Zweig in den USA weiter gezüchtet. Japan erkannte diese Linie allerdings nicht an, sodass es zu keinem Austausch kam. Infolgedessen entwickelten sich die beiden Linien auseinander.

1996 wurde der Situation durch eine Rasseteilung der FCI (Fédération Cynologique Internationale), sie legt Hunderassestandards fest, Rechnung getragen. Seit dem Jahr 2000 gibt es diese zwei Erscheinungsformen.

Noch in diesem Jahr soll übrigens ein Film erscheinen, der von der Liebe eines Akitas zu seinem Herrchen handelt. Die Hauptrolle in diesem auf einer wahren Begebenheit beruhenden Film spielt Richard Gere. Der Akita begleitet sein Herrchen, einen Professor, zum Bahnhof und holt ihn abends auch wieder ab. Doch plötzlich stirbt der Professor und kehrt nicht mehr zu seinem Hund zurück. Doch der geht trotzdem jeden Tag zum Bahhof in der Hoffnung, dass sein Herrchen wieder zurückkommt. Im Dezember 2009 soll der Film in die Kinos kommen.

Von Joachim Frommherz

 


Diesen Bericht entnahmen wir dem Schwarzwälder Boten (lokale Tageszeitung) http://www.schwarzwaelder-bote.de